Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) startet die Kampagne in den Bereichen Osnabrück und Münster
Wer sein Haus
energetisch fit für die Zukunft machen möchte, stellt
sich
viele Fragen: Ob sich eine neue Heizung oder Solaranlage lohnt oder wie
dick
Wände zusätzlich gedämmt werden sollten
– Antworten gibt es für Eigentümer etwa
bei Verbraucherzentralen, aber in der Regel nur auf Nachfrage: Den
ersten
Schritt musste der Hausbesitzer bislang selbst machen. Die neue,
bundesweite Infokampagne
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) „Haus sanieren
– profitieren“ will
dies ändern und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten:
Schließlich sparen
modernisierte Häuser Energie und schonen das Klima.
Von
den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern
in Deutschland sind etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut
worden und zu großen
Teilen sanierungsbedürftig. „Es ist höchste
Zeit, dass wir verstärkt Gebäude im
Bestand fit für die Zukunft machen“, betonte
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz
Brickwedde. Schon heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80 Prozent
ihrer
Energie im Haushalt fürs Heizen. Die Kosten dafür
würden stetig steigen. „Privathäuser
verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie
hierzulande“, sagte
DBU-Projektleiter Martin Fellbaum. „Ältere
Häuser könnten nach der Sanierung
bis zu 90 Prozent weniger Energie verbrauchen“, so
Brickwedde. Das würde nicht
nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel der Eigentümer
zugutekommen. „Um
den Wert der Immobilie langfristig zu steigern und sie so enkeltauglich
zu
machen, lohnt sich der Aufwand“, meinte Brickwedde.
Energetische
Haussanierungen sind komplex: Um den
Eigentümer für das Thema zu sensibilisieren, erhalten
interessierte
Unternehmen, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, eine Schulung.
Dann
kann es losgehen: Sie begutachten das Eigenheim, machen einen kurzen
Energie-Check und überreichen dem Hausbesitzer eine
Broschüre mit Hinweisen zu
den nächsten Schritten. „Das Ganze soll nicht
länger als eine halbe Stunde
dauern“, erläuterte Brickwedde. Mit der Kampagne
„Haus sanieren – profitieren“
will die DBU Eigentümern einen Leitfaden an die Hand geben, um
ihr Haus Schritt
für Schritt zu sanieren. „Wir meinen, dass unsere
Partner so in den nächsten
fünf Jahren mindestens eine Milliarde Euro für
Sanierungen akquirieren werden“,
betonte Brickwedde. Ein typisches DBU-Projekt: Die weltweit
größte
Umweltstiftung hat mit ihrer Förderung vor allem kleine und
mittlere
Unternehmen im Fokus.
